Brotstube zur Roten Ähre

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Mevra

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Filbo

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Am Rande des Dorfplatzes von Rotlärchen, eingebettet zwischen schiefen Fachwerkhäusern und unter dem Schatten einer knorrigen Lärche, steht die warme und einladende „Brotstube zur Roten Ähre“. Der Duft von frischem Brot, süßem Gebäck und würzigen Pasteten zieht bereits frühmorgens durch die kopfsteingepflasterten Gassen und lockt Bauern, Händler und Abenteurer gleichermaßen an.
Die Bäckerei gehört der robusten, freundlichen Mevra Flinkknet, einer Halbling-Frau mit mehliger Schürze und roten Wangen, die von Sonnenaufgang bis weit nach Mittag Teig knetet und Brote aus dem alten Steinofen zieht. Ihr besonderer Stolz ist das berühmte „Estrader Sonnenbrot“, ein saftiges, goldbraunes Laib, verfeinert mit Honig und einem Hauch von Safran, das angeblich sogar die Moral eines müden Kriegers heben kann.
Hinter der Theke steht oft ihr jüngster Sohn, der aufgeweckte Filbo, der stets bereit ist, ein Extrastück Gebäck gegen ein paar Kupfermünzen oder eine spannende Geschichte einzutauschen. Neben Brot und süßen Teilchen verkauft die Brotstube auch kleine Leckereien wie Lärchenzapfenkekse und Waldbeeren-Törtchen, die in kleinen Wachspapier-Päckchen für Reisende verpackt werden.
Der Verkaufsraum selbst ist warm und gemütlich, mit niedrigen Holzbalken, Regalen voller Brotlaibe und einem kleinen, rußigen Kamin in der Ecke. Ein paar alte Holzstühle und ein wackeliger Tisch laden Gäste ein, ihre Backwaren noch vor Ort zu genießen, begleitet von einem Becher heißen Apfelmost.
Doch nicht alles in der Brotstube ist so harmlos, wie es scheint: Mevra soll über einige geheime Familienrezepte verfügen, die nicht nur den Magen, sondern auch das Herz heilen können. Manche munkeln sogar, dass sie gelegentlich für den örtlichen Alchemisten besondere Kräuter in ihren Teig mischt.
Ob als Treffpunkt für Abenteurer, als Quelle für stärkende Wegzehrung oder als Ort für ein beiläufiges Gespräch über die neusten Gerüchte im Dorf – die „Brotstube zur Roten Ähre“ ist zweifellos ein Herzstück von Rotlärchen.